Wichmann II. (? – 967)


Wichmann kam aus der Familie der Billunger und gehörte dadurch zum höchsten sächsischen Adel. Er und sein Bruder Ekbert wurden am Hof von Otto dem Großen erzogen. Dennoch fühlten sie sich benachteiligt, da der Großteil des Familienerbes an ihren Onkel Hermann Billung gegangen war. Nach einem ersten gescheiterten Aufstand 955 flohen beide zu den Abotriten und wiegelten sie zu einem Einfall in Sachsen auf. Nachdem die Abodriten besiegt worden waren, flohen Wichmann und Ekbert an den Hof von Hugo von Franzien, der allerdings kurz darauf starb.
Ekbert unterwarf sich daraufhin, aber Wichmann ging wieder zu den Elbslawen, wo er nun die Redarier bei einem neuen Aufstand unterstützte. Als dieser dann 958 niedergeschlagen wurde, musste sich auch Wichmann dem König unterwerfen. Durch die Vermittlung von Markgraf Gero wurde er wieder in Gnade aufgenommen. 963 begleitete er dann Markgraf Gero bei dessen Kriegszug gegen Mieszko I. von Polen. Allerdings scheint er das Leben bei den Elbslawen und die gute Beute vermisst zu haben. Denn bald darauf stand er wieder in ihren Diensten und führte sie bei Einfällen in Polen. Beim Rückzug eines solchen Raubzuges ist er dann 967 gefallen.


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