Landsknechte

Dienst als Söldner im 16. und 17. Jahrhundert.

1. Einleitung

"Der Österreicher hat ein Vaterland, / Und liebts, und hat auch Ursach, es zu lieben. / Doch dieses Heer, das kaiserlich sich nennt, / Das hier in Böhmen hauset, das hat keins; / Das ist der Auswurf fremder Länder, ist / Der aufgegebne Teil des Volks, dem nichts / Gehöret als die allgemeine Sonne."1, ruft Schillers Wallenstein in "Wallensteins Tod" aus. Schiller charakterisiert damit nicht nur eine bis heute tradierte Annahme über Söldnerheere, sondern weist zugleich durch seinen Wallenstein auf die soziale Problematik der frühneuzeitlichen Söldner hin.2

Friedrich von Schillers literarischer Wallenstein bietet einen viel beachteten Einblick in die Gedankenwelt des Dreißigjährigen Krieges, dieser Umstand ist letztendlich mit den historischen Arbeiten Schillers in Verbindung zu bringen. Noch heute wird er aufgrund seiner zutreffenden und modern anmutenden Darstellungen zur "Geschichte des Dreißigjährigen Krieges" als bedeutender Historiker bezeichnet.3

Wallenstein

Das heutige Bild des frühneuzeitlichen Söldners ist von vielen Landsknecht-Darstellungen geprägt, es ist geradezu ein romantisiertes Bild von jungen Männern, die aus Abenteuerlust bereit waren sich für den Kriegsdienst zu verpflichten. Das Elend der Kriegsführung wird in diesen Darstellungen ausgeblendet. Die sozialen Lebensumstände, die vermehrt das Werben der jungen Männer erleichtere, und die reelle Lebensraumgestaltung in den Heeren des 16. und 17. Jahrhunderts, werden selten wahrgenommen.4

Bei näherer Betrachtung des Söldnerwesens muss unweigerlich der Fokus auf die langanhaltenden Plünderungen und Verwüstungen der Kriege und Konflikte der Frühen Neuzeit gerichtet werden, denn sie waren unabdingbarere Bestandteil dieses "Systems".5 Schnell wird deutlich, dass die Geschlechterbeziehungen eine hervorzuhebende Rolle spielen. Soldatenpartnerin und Söldner bildeten, unabhängig des rechtlichen Familienstandes, oft eine arbeitsteilige Erwerbsgemeinschaft.6

Vorliegende Arbeit soll, in dem ihr möglichen Rahmen, diese geschlechtlichen Beziehung in den Armeen genauer untersuchen. Es bleibt zu klären, welche Bedeutung den Tätigkeiten der Frauen im Tross der frühneuzeitlichen Heere zugeschrieben werden kann. Waren diese Tätigkeiten reine Subsistenzsicherung der Frauen und ihrer Partner oder vielmehr militärischer Bedarf?7

Niemand zweifelt mehr an dem großen Anteil von Frauen und Kindern im Tross der Heere. Der enge Zusammenhang zwischen Kriegsführung und den heeresbegleitenden Trossern ist deutlich, manchmal erscheint er sogar militärisch hinderlich. Jedoch finden sich keine Äußerungen, die die Abschaffung dieser Versorgungs- und Transportbereitstellung forderten – die Abhängigkeit war hinlänglich bekannt.8

Generell ist die Lebenswelt der Söldner in der Frühen Neuzeit kein Forschungsschwerpunkt der Historiker, die Masse der vorliegenden Arbeiten ist älteren Datums oder stellen erweiterte Analysen der bereits im Themenfeld tätigen Forscher dar. Besonders sozialhistorische Fragestellungen und Arbeiten wurden in den letzten Jahren gefördert und bieten ein breitgefächertes Spektrum wenig beachteter Umstände in der Militärgeschichte der Frühen Neuzeit.9

Ein Großteil der vorliegenden und bearbeiteten Quellen sind Individualzeugnisse, entweder solche aus (zeitgenössischer) literarischer Feder oder aber (Kriegs-) Tagebuchaufzeichnungen. Sie entstammen den verschiedensten Schichten und Perspektiven aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges. Holger Th. Gräf schränkt, in der Einleitung für das von ihm editierte Kriegstagebuch des Oberstleutnants Widmarckters, die historische Aussagekraft zutreffend ein: "Aufgrund seiner selektiven individuellen Sicht müssen aber die Einblicke, die uns dieser Zeitgenosse in das tägliche Leben und Sterben gewährt, bruchstückhaft bleiben."10 Er charakterisiert somit die von ihm herausgegebene Individualquelle in einer allgemein gültigen Art und Weise für diese Quellengattung.

Der hier nachgezeigte Ansatz ist im Rahmen der Möglichkeiten als Anregung und Abriss zu verstehen, soll nichtsdestotrotz die untrennbare Partnerschaft und Abhängigkeit der Geschlechter in der Lebenswelt der Landsknechte herausarbeiten. Die Kriegsreisenden der Frühen Neuzeit waren keine Einzelkämpfer, sondern Bestandteil einer Gemeinschaft, die neben den Lebenswirklichkeiten der Dörfer und Städte ihre Eigenheiten ausprägte.


2. Söldnerwesen im 16. und 17. Jahrhundert

Mit der Begrenzung des Betrachtungszeitraums auf das 16. und 17. Jahrhundert folgt diese Arbeit dem Vorschlag Peter Burschels, der in seiner Dissertation "Söldner im Nordwestdeutschland des 16. und 17. Jahrhunderts" diesen zeitlichen Rahmen vorgibt. Der "Landsknechtszeit" und ihrem Beginn sei eine klassische militärgeschichtliche Zäsur zugeschrieben. Seit dem ersten Einsatz in den Niederlanden unter Herzog Maximilian sei zudem eine Vermassung des Krieges eingetreten und ohne Landsknechte sei seit dem ausgehenden 15. Jahrhundert in Europa kein Krieg mehr geführt worden.11 Das Ende des Untersuchungszeitraumes begründet Peter Burschel folgendermaßen: "Wenn dieser Endpunkt dennoch gewählt wurde, dann in erster Linie deshalb, weil die bereits in der frühen Landsknechtszeit zu beobachtenden innermilitärischen Disziplinierungs- und Normierungs-bestrebungen der kriegsführenden Obrigkeiten im ausgehenden 17. Jahrhundert in einem Söldnertypus kulminierten, der sich von seinen Vorgängern unterschied, ohne im 18. Jahrhundert von einem Nachfolger neuer (oder doch wesentlich veränderter) militärisch-sozialer Qualität verdrängt zu werden."12

Zu Beginn des 16. Jahrhunderts kristallisierten sich gegenüber dem mittelalterlichen Rittertypus die "frummen Knechte" heraus. Sie stellten durchaus keine Idealfiguren dar, sondern waren oft raue Gesellen, für die der Krieg kein Abenteuer war, sondern einen reinen Ort der Berufsausübung bot. Das Wort "frumm" in der zeitgenössisch üblichen Sprache bedeutet soviel wie "tüchtig" oder "wacker" und lässt einige der harten Lebens- und Berufseigenschaften der Landsknechte erahnen.13

Die geographische Herkunft der angeworbenen Männer war mannigfaltig. Oft war eine Überbevölkerung in der Heimat der Söldner der wesentlicher Grund für die Anwerbung, so traten genügend eidgenössische Schweizer in den Dienst fremder Heere, um für sich den Namen der "Reisläufer" zu erwerben. Die Bezeichnung der Gruppen aus deutschen Landen (Landsknechte) wurde bisher wie selbstverständlich verwendet. Als Synonym für den frühneuzeitlichen Söldner wird dies auch weiterhin geschehen.14

Söldner im Lager "Unter den Truppen der Habburger liefen Deutsche, Tschechen, Kroaten, Ungarn, Italiener, Spanier, Niederländer, Franzosen und sogar Engländer und Irländer. Umgekehrt kämpften Deutsche in spanischen, französischen oder schwedischen Regimentern."15, fasst Heinrich Pleticha die geographische Zusammensetzung der Truppen im Dreißigjährigen Krieg zusammen.

Über den personellen Ausgleich von gefallenen Soldaten heißt es, nachdem bei Breitenfeld in der Nähe von Leipzig die Truppen der Truppenführer Tilly und Gustav Adolf 9.000 Tote zu beklagen hatten: "Die Menschen müssen damals den Tod im Krieg als etwas so Selbstverständliches hingenommen haben, dass sie derartige Verlustziffern, die sich bestimmt nicht nur herumsprachen, sondern wahrscheinlich auch noch aufgebauscht wurden, überhaupt nicht störten. Nur so ist es zu erklären, dass Tilly in wenigen Wochen seine Verluste wieder mit neuen Söldnern aufgefüllt hatte und zur Verteidigung Süddeutschlands gegen die Schweden antreten konnte."16

Die Anwerbezahlen und somit die nicht unerhebliche Partizipation der frühneuzeitlichen Gesellschaft an den Söldnerheeren ist aber monokausal so einfach nicht zu erklären. Neben einer abweichenden Einstellung zum Tod durch kriegerische Handlungen, im Vergleich zu modernen ethisch-moralischen Vorstellungen, sind weitere Aspekte anzuführen.

Einer dieser Aspekte war der finanzielle Anreiz. Für den Dienst als einfacher Fußknecht unter einem deutschen Kriegsherrn seien im 16. Jahrhundert monatlich vier rheinische Goldgulden gezahlt worden, so Peter Burschel. Die Attraktivität dieses Soldes könne man nur bewerten, wenn man ihn mit dem Einkommen jener sozialen Gruppe vergleicht, aus der sich die Mehrheit der Söldner rekrutiert habe. Mit den Einkommen der Handwerksgesellen, Dienstboten, Knechte und Arbeiter.17 Das Ergebnis für die nordwestdeutschen Territorien, welches so eindeutig ist, dass es mindesten tendenziell für sämtliche deutsche Landesherrschaften übertragen werden kann, fügt Burschel zusammen: "Wer sich im Nordwestdeutschland des 16. Jahrhunderts als Knecht, Geselle oder Lohnarbeiter verdingte, der konnte auch bei dauernder Vollbeschäftigung nicht einmal annähernd auf einen Monatsverdienst von vier Gulden kommen. Selbst ein Großknecht oder Vollknecht, selbst ein vergleichsweise gut bezahlter Meisterknecht auf dem Bau konnte schon froh sein, wenn er am Monats- bzw. Jahresende halb soviel in der Tasche hatte wie ein gemeiner Söldner; von den Handlangern, Lehrjungen und ungelernten Arbeitern ganz zu schweigen."18

Man könnte versucht sein, die Lohnentwicklung der Söldner im 16. und 17. Jahrhundert negativ zu beurteilen, da der fixierte Grundsold bei vier Gulden blieb, während auf der anderen Seite allgemeiner Preisanstieg die Kaufkraft der Landsknechte eingeschränkt habe. Aufgrund der Auszahlung des Soldes in Silbergeld, im Gegenwert der vier Gulden, sei der Einfluss der Preisentwicklung gering geblieben. "Der Landsknecht erhielt für seine Arbeit um 1600 nominell sehr viel mehr Silbergeld als noch um 1500; ja, angesichts der marktorientierten Bewertung des Münzguldens spricht sogar einiges dafür, dass ihm "Preisrevolution" und "Silberinflation" weniger stark zugesetzt haben als Arbeitern und Handwerkern, die im Tagelohn beschäftigt waren."19, schließt Burschel in seinem Aufsatz "Krieg, Staat, Disziplin. Die Entstehung eines neuen Söldnertypus im 17. Jahrhundert".

Über den Zusammenhang von Soldzahlung und Disziplin, und somit ein weiterer Nachweis für die Bedeutung des Soldes an sich, heißt es, dass Söldnerführer und ihre Scharen fragwürdige Stützen für den Herrscher gewesen seien. Wäre der Sold ausgeblieben, so habe sich das Heer in einen raubenden, disziplinlosen Haufen verwandelt, der zum Schrecken für die Landeseinwohner wurde und selbst den Landesherrn bedrohen konnte.20 Bernhard R. Kroener betont die Bedeutung der Soldzahlungen ebenso und erweitert den Blickwinkel auf die Motivation der Rekrutierten um ein weiteres Kriterium: "Die "Militaris disciplina" ruhte danach nicht mehr im Sinne Lipsius` auf einer willigen Akzeptanz staatlicher Herrschaft durch den Beherrschten und auf der inneren Notwendigkeit des Kampfes, sondern einzig auf einer regelmäßigen Besoldung. Sie allein wurde in Zukunft als der einzige Garant gegen Plünderung und Übergriffe angesehen. Wie ehedem hatte auch jetzt der Söldner kein unmittelbares Interesse am Staatsnutzen, blieb gesamtgesellschaftlich deklassiert, da er sich nach den Vorstellungen der Regierenden aus den im volkswirtschaftlichen Produktionsprozess entbehrlichen sozialen Gruppe rekrutierte."21

Aus welchen "entbehrlichen sozialen Gruppen" die Landsknechte überwiegend angeworben wurden, konnte oben bereits aufgezählt werden; diese Gruppen hätten in den starren Gesellschaftsstrukturen der Frühen Neuzeit keinen Platz finden können. Kroeners Aussage kann weiterhin der Gesichtspunkt der Deklassierung von Söldnern im gesamtgesellschaftlichen Kontext entnommen werden. Dieser Abstand zur Bevölkerung ist nicht ungewollt, sondern ist vielmehr Ausdruck der eigenen Kultur und Lebenswelt, welche durch die Landsknechte im Verlauf ihres militärgeschichtlichen Daseins ausprägt wurde. 22

Matthias Rogg lässt die Sonderstellung erahnen: "Die Kriegsknechte gehörten zu einer gesellschaftlichen Gruppe der Frühen Neuzeit, an der sich das öffentliche Urteil schied. (…) Die Kriegsknechte wandelten ständig auf einem schmalen Grad zwischen sozialer Akzeptanz und radikaler Verurteilung. Das zeitgenössische Urteil über ihre prächtige Kriegertracht legt hiervon ein beredtes Zeugnis ab."23 In seinem Aufsatz "Landsknechte. Anmerkungen zur Lebenswirklichkeit von Söldnern im 16. Jahrhundert" geht Rogg näher auf diese prächtige Kriegertracht ein, so habe, im Gegensatz zu den Angehörigen der meisten Stände, für die die Landsknechte keine einengende Kleiderordnung gegolten. Dementsprechend farbenprächtig und nicht selten provozierend habe sich das Kriegsvolk dargestellt.24 Um die Wirkung auf die Zeitgenossen der Söldner bewerten zu können, soll ein Vers des Nürnberger Schuhmachermeisters und Poets Hans Sachs zeigen, was wohl die Meisten dachten: "Wilder Leute hab ich nie gesehen. / Ihre Kleider aus den wildesten Sitten, / Zerflammt, zerhauen und zerschnitten. / Einsteils ihr Schenkel blecken (entblößen) täten, / Die andern groß weit Hosen hätten, / Die ihnen bis auf die Füß herabhingen, / Wie die gehosten Tauber gingen. / Ihr Angesicht schrammet und knebelbartet, / Auf das allerwildest geartet; / In summa: wüst aller Gestalt, / Wie man vor Jahren die Teufel malt."25

Dieser Sonderstatus war nur einer der vielen Punkte, die dazu führten, dass die Söldner nicht in die Gesellschaft integriert wurden. Sie stellten vielmehr ihre eigenen Lebenswirklichkeiten zusammen. "Tatsächlich bildeten die Landsknechtshaufen in der frühneuzeitlichen Gesellschaft eine Subkultur."26, äußert Matthias Rogg treffend.

Nicht unerheblich ist in diesem Zusammenhang die rechtliche Selbstverwaltung, die den Söldnern durch die deutschen Fürsten bereits im Laufe des späten Mittelalters zugestanden wurde. Den Heeren wurde somit zugestanden, Rechtsbrecher von Kameradengerichten aburteilen zu lassen. Im 16. Jahrhundert präsentieren sich diese Gerichte in zwei Formen, dem Schultheißen- und dem Spießgericht. Mit dem Zugeständnis dieser Gerichtsformen hätten die Kriegsherren Urteilsfindung, -fällung und –vollstreckung zu einer Sache aller Heeresgenossen gemacht, schildert Peter Burschel die rechtliche Sonderstellung. Die Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert habe nicht nur die Kameradengerichte, sondern auch die ungelehrte, eigenständige Militärgerichtsbarkeit verschwinden lassen.27 Burschel schreibt: "Nach den Spießgerichten wurden im Laufe des Dreißigjährigen Krieges auch die Schultheißengerichte noch beseitigt, die ja durch den Einzug rechtsgelehrter und regimentsfremder Richter ohnehin schon viel von ihrem genossenschaftlichen Charakter eingebüßt hatten."28

In den Tagebuchaufzeichnungen des Oberstleutnants Caspar von Widmarckter von seinem Feldzug nach Frankreich, Savoyen und Piemont im Jahr 1617, also kurz vor Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges, finden wir Eintragungen über die Militärgerichtsbarkeit. Für den 15. und 16. Mai 1617 sind folgende Passagen überliefert: "15. Hab ich abwesent meineß Obristen Standrecht gehalten, da dan etzliche zum Strang contemniret worden, denen ich aber Genadt erzeiget. 16. Aufgezogen underwegenß einen Soldaten darumb, dass er Marchadenter geblundert, aufhenken, dass Regiment furüberzihen lassen und folgents zu Tilly über die Maß gerücket."29

Für die Kriegsknechte waren dies Wirklichkeiten und Umstände, denen sie in ihrem Handwerk ausgesetzt waren. Mit der Einstellung zum Tod durch kriegerische Handlungen konnten sie ihre Tätigkeit in den frühneuzeitlichen Kriegen erst als Handwerk und Beruf sehen. Trotz aller Entbehrungen war der finanzielle Anreiz und der soziale Status Argument genug, um sich anwerben zu lassen.

Lansknechte Dieser Status und gegenseitige Anerkennung militärischer Leistungen ermöglichte die oft milde Behandlung gegnerischer Soldaten und die zügige Integration von Truppen in die Armeen der Sieger.30 "Auf der Seite des Siegers waren bessere Quartiere, damit eine bessere Versorgung und natürlich mehr Beute zu erwarten. Es gehörte deswegen zu den Grunderfahrungen in diesem Krieg, dass erfolgreich operierende Armeen keine Probleme hatten, weitere Kriegsknechte zum Dienst unter den eigenen Fahnen zu gewinnen. Und dieselbe Überlegung, nämlich ein mindestens passables Auskommen zu erhalten, wird es vielen Söldnern erleichtert haben, bei einer Niederlage der eigenen Armee und anschließender Gefangenschaft in die siegreiche Armee "untergesteckt", also in die ehemals feindlichen Einheiten eingereiht zu werden."31, fasst Michael Kaiser die wichtigsten Aspekte dieses Überwechselns zusammen.

Der Sold war nicht zuletzt das verbindende Glied der Söldner. Die Soldzahlungen waren entscheidender Faktor für den inneren und äußeren Zusammenhalt der Truppen, wurden aber, wie im Folgenden noch näher betrachtet wird, durch Plünderungen weitestgehend ergänzt. Sozialer Antagonismus zwischen Bauern, Bürgern und der sogenannten "Soldateska" sei offenkundig zu groß gewesen, als dass sich in den Zeiten des Dreißigjährigen Krieges eine Solidarität des "gemeinen" Kriegsknechts mit dem "gemeinen" Mann hätte entwickeln können. Der Gegensatz zwischen Bevölkerung und Armee habe die Kohäsionskraft letzterer gestärkt; wäre er jedoch aufgehoben worden, so sei der Zusammenhalt einer Armee gefährdet gewesen.32


3. Lebenswelten der frühneuzeitlichen Heere

Über das soziale Gefüge der frühneuzeitlichen Armeen äußert sich Bernhard R. Kroener und bietet somit eine Möglichkeit sich dem Lebensraum eines Söldners, aber auch seiner Familie und sonstigen Kontakten zu nähern: "Ihre Rekrutierung aus allen Schichten der Gesellschaft bot die Möglichkeit zu einem sozialen Aufstieg, wie er in anderen Bereichen einer starren, ständisch orientierten Gesellschaft kaum möglich war. Zwar erfolgte er in der Regel in enggezogenen Grenzen, doch dieser Mobilitätsschub reichte aus, den spezifischen "Landsknechtsordo" entstehen zu lassen, der zwar nach außen geschlossen, nach innen aber ein sozial differenzierter Körper mit allen daraus erwachsenden Spannungen blieb."33

In Europa konnte Militär und Zivilleben bis in das späte 18. Jahrhundert hinein relativ wenig getrennt werden, dies gilt in besonderem Maße für die Söldnerarmeen des 16. und 17. Jahrhunderts, denen ein umfangreicher Tross folgte, der sich um Versorgung und Transport der kämpfenden Truppen kümmerte. Auf einen Aufsatz von Barton C. Hacker geht der Begriff der "beweglichen Städte" für diesen Tross zurück. Die Größe der Bagage, wie der Tross zeitgenössisch oft betitelt wird, ist oft sehr unterschiedlich gewesen, ebenso die Relation von Kämpfern und Nicht-Kombattanten.34

Peter Burschel, der dem Tross ein Unterkapitel in seiner Dissertation zugesteht, weist auf die Bedeutung der Bagage hin: "Die mit weitem Abstand größte Gruppe im Tross waren die Frauen und Kinder; für gewöhnlich scheint ihre Zahl nicht viel kleiner gewesen zu sein als die der Söldner."35

Ein Heer der Frühen Neuzeit schloss sich aus Söldnern, diese unterteilt in "gemeine" Knechte, Unteroffiziere und Offiziere mit allen Facetten der unterschiedlichen Dienstgrade und ihrer militärischen Verwendung als Fußsoldat, Reiter usw., sowie ihre Begleitung zusammen. Dieser Tross setzte sich wiederum aus mannigfaltigen Personenkreisen zusammen, so z.B.: Ehefrauen, Gefährtinnen, Ammen, Köchinnen, Mägde, Kleinkinder, Knaben, Heereslieferanten, Schanzarbeiterinnen, Wunderheilerinnen, Pferdeknechte, Marketender, Schankwirte und nicht zuletzt die Prostituierten.36

Ein unbekannter Söldner der unteren Dienstgradebene hinterließ aufschlussreiche Tagebucheintragungen, die Jan Peters als "Ein Söldnerleben im Dreißigjährigen Krieg: Eine Quelle zur Sozialgeschichte" herausgegeben hat. Dieser einfache Kriegsknecht trug in sein Tagebuch Alltagsgeschehnisse ein, so dass wir von seiner ihn begleitenden Familie Kenntnis erlangen: "Hier ist meiner Frau ihre Mutter gestorben an der Pestilenz. Die habe ich zur Erde bestattet, den 30. September im Jahr 1636."37 Im Tross befanden sich also nicht nur seine Frau und Kinder, sondern auch seine Schwiegermutter. Daraus ergab sich eine enge Gemeinschaft, denn Frauen und Männer teilten sich die kriegerischen Lebensverhältnisse: "Als wir scharmützelt haben vor dieser Festung, ist mancher sitzen geblieben, Mann und Weib. Denn es ist eine Kanone darin gewesen, dieselbige haben wir nur den Weiberhund genannt. Auf einmal haben sie mit der Kanone, in der Hütte neben meinem Zelt, dem Mann und dem Weib frühmorgens alle 4 Füsse dichte am Arsch weggeschossen."38

Gewalt und Grausamkeiten waren alltäglich und gehörten zum natürlichen Umfeld des Krieges, so finden wir in dem Söldnertagebuch nur außergewöhnliche Taten erwähnt, dann wenn sie aus der "natürlichen Zwecksetzung" herausfielen.39 Die Schilderung der Tötung eines Pferdes lässt eine kritische Beurteilung herauslesen, während Gewalttaten gegen Menschen nur beiläufig erwähnt werden. Die Tötung des Pferdes wird durch den unerträglichen Hunger erklärt, den die damalige Bevölkerung immer wieder zu erleiden hatte.40

Plünderung durch Söldner "Den 12 Christmonet ist wider ein soldat im stockhauß gestorben, und als in der profoß hatt wollen begraben lassen, sindt die anderen darin ligenden mit gewalt auff den todten gefallen, mit den zenen zerrissen, und den todten roh gefressen."41, liest sich eine der vielen Hunger-Kannibalismus-Schilderungen des Dreißigjährigen Krieges. Unter den Truppen des Krieges herrschte ein schneller Wechsel der Lebensverhältnisse vor, so konnte sich innerhalb weniger Tage die Versorgungslage völlig anders darstellen: "Vor Stad sind wir gelegen. Am Karfreitag haben wir Brot und Fleisch genug gehabt, und am heiligen Ostertag haben wir kein Mund voll Brot haben können."42 Bei der Vermassung der Heere und Truppenstärken von mehreren zehntausend Mann, kann man sich die entstehenden Versorgungsengpässe leicht ausmalen. Die Söldner und ihr Tross sind immer wieder für großen Hunger unter den Bewohnern der deutschen Landen verantwortlich gemacht worden, da sie sich aus dem Land heraus ernährten.43

Dafür habe es die einfache Regel gegeben, dass der Krieg den Krieg ernährt.44 Dieser Grundsatz findet sich ebenso in Schillers literarischem Werk, als er den Isolani (General der kroatischen Truppen) ausrufen lässt: "Der Krieg ernährt den Krieg. Gehen Bauern drauf, / Ei, so gewinnt der Kaiser mehr Soldaten."45 In diesem kurzen Ausruf steckt jedoch Potential für unbeschreibliches Elend, welches man mit modernem Erfahrungsschatz nicht annähernd erfassen kann.46 Das Land hatte nicht nur Versorgungsmittel, sondern auch die finanziellen Mittel der Besoldung bereitzustellen. Für die westfälische Stadt Soest hatten Kontributionszahlungen und sonstige Leistungen für untergebrachte Soldaten einen immensen Einfluss auf die städtischen Finanzen. "Eine moderne Schätzung geht davon aus, dass sich die von 1622-48 für Soldaten erbrachten Leistungen auf das 70fache einer durchschnittlichen Jahreseinnahme der Stadt beliefen. Nicht eingerechnet sind die Kosten für die Reparatur der angerichteten Schäden."47, stellt Gunnar Teske dar. Damit ist lediglich ein Bruchteil der Belastungen für die Gesellschaft abgebildet. Das Ausmaß der Plünderungen ist unüberschaubar.

Die Lebensweise der Söldner lasse sich nur auf Kosten der anderen bewältigen und das Heer könne nur mit den Ressourcen der Bauern und Handwerker unterhalten werden. Darüber hinaus sei eine militärische Entscheidung in diesem Krieg nur durch die Verwüstungsstrategie möglich gewesen, so dass tragisches Elend unabdingbar war.48

"Soldat und Frau bildeten also vielfach eine symbiotisch angelegte Beutegemeinschaft"49, wobei sich die Frau um erbeutetes Gut kümmerte, es teils veräußerte oder für die Gemeinschaft einsetzte. Die enge Abhängigkeit von Wohlergehen und Armut durch Diebesgut, wird im Söldnertagebuch deutlich: "Den 25. dieses Monats hat mein Weib verloren 14 Dukaten samt 2 goldene Ringe. Diesmal bin ich ganz fertig gewesen, habe nicht mehr gehabt als noch 4 Taler."50 Dies zeigt aber ebenso, dass die Verlustgefahr, sei es durch existenznotwendige Ausgaben oder wiederum durch Raub, sehr hoch war und zum Alltagsleben gehörte.

Der unbekannte Kriegsknecht notiert an einer anderen Stelle: "Hier haben sich die Offiziere mit Kühen, Pferden, Schafen wohl versehen, denn es gab vollauf von allem."51, und lässt somit alle Dienstgradgruppen des Militärs als Beteiligte an den Plündereien auftreten. In den Feldzugaufzeichnungen Widmarckters liest sich dies anders. Hier scheinen Plündereien aufzukommen, wenn die reguläre Versorgung zusammenbricht oder stockt: "Seind deß Stiffts Metz Commissarien der Proviant bey nächtlicher Weil außgewißen und mich und meinen Obristen sehr perplex und daß Land wegen besorgender Blunderung in Nöthen gelaßen."52 An anderer Stelle berichtet er sogar von der Hinrichtung eines Gefreiten nach einer nicht näher bestimmten Plünderei.53

Betroffen wurde vor allem die Zivilgesellschaft durch Plündereien, Raub, Mord, Folter und sonstigem Elend; zur schemenhaften Skizzierung dieses Elends soll der Blickwinkel der Betroffenen eingenommen werden, denn die soldatischen Quellen gehen sehr nüchtern und selbstverständlich mit diesen Dingen um.

Über das literarische Werk "Der abenteuerliche Simplicissimus" von Grimmelshausen heißt es, es sei nicht höfisch und gelehrt verfasst, sondern volksnah und realistisch. Grimmelshausen habe die Schrecken des Dreißigjährigen Krieges gesehen, nicht aber als handelnde Person selbst miterlebt.54 "Unser Magd ward im Stall dermaßen traktiert, dass sie nicht mehr daraus gehen konnte, welches zwar eine Schand ist zu melden! Den Knecht legten sie gebunden auf die Erd, steckten ihm ein Sperrholz ins Maul und schütteten ihm einen Mehlkübel voll garstig Mistlachenwasser in Leib: das nenneten sie ein Schwedisch Trunk, wodurch sie ihn zwungen, eine Partei anderwärts zu führen, allda sie Menschen und Viehe hinwegnahmen und in unsern Hof brachten"55, schildert der zeitgenössischer Autor, um nur einen kurzen Ausschnitt aus den Folterbeschreibungen zu zitieren.

Maurus Friesenegger, zunächst von 1627 bis 1638 Pfarrer und Seelsorger, von 1640 bis 1655 Abt in einem bayerischen Kloster, fasste die Jahre 1627 – 1648 in Aufzeichnungen zusammen. Sein "Tagebuch aus dem 30jährigen Krieg" ist voll von Elendsbeschreibungen. In keinem Jahr fehlen Beschreibungen des Hungers, der Verwüstung oder der Ausbreitung von Krankheiten (Pest). Für das Jahr 1632 merkt Friesenegger an: "Man kann aber wirklich nicht sagen, ob die Auswärtigen, oder einheimische Diebe mehr geraubet haben; denn nicht nur bei dem letzten Abmarsche, sondern auch bei dem öfteren Abzug der Feinde, und Einzug der anderen war immer das Kloster voll Männern, und Weibern, deren ein jedes nahm, was ihm gefiel."56 Noch im letzen Kriegsjahr 1648 vor dem Westfälischen Frieden beklagt der Abt die Armut der Gesellschaft und berichtet von Flucht der Bauern. "Und das geschah von unseren eigenen Leuten, die wir darum teuer besolden mussten!"57

Der unbekannte Söldnertagebuchverfasser ist in dieser militärischen Praxis involviert und leicht kritisch schreibt er: "Das kölnische Land haben wir alles verdorben, wir sowohl als der Feind."58 Moralische Gewissensbisse hat er dadurch aber nicht, wie selbstverständlich schildert er Plünderei und Frauennahme durch seine eigene Person. "Hier habe ich als meine Beute ein hübsches Mädelein bekommen und 12 Taler an Geld, Kleider und Weißzeug genug. Wie wir sind aufgebrochen, habe ich sie wieder nach Landshut geschickt."59, dies geschieht in einer Phase, als dieser Protagonist nicht verheiratet war, was er aber die meiste Zeit der Kriegsdauer gewesen ist.

Jan Peters meint, die Sexualnot sei zur Legitimation von Gewalt herangezogen worden.60 Die Befriedigung sexueller Bedürfnisse spielte eine hervorstechende Rolle in der langjährigen Kriegsführung. Trotz aller Bemühungen der Kriegsführenden, die Prostitution im Tross zu unterbinden, gelang es ihnen nicht. Petrus Canisius beschreibt in seinem "Kriegsleut Spiegel" den "Christlichen Kriegsmann" und lässt dabei das Zusammenleben mit Frauen nicht außer Acht: "Als lieb dir Gott ist, beware dich vor der Weibern unnötiger gemainschafft, und nach dem Apostolischen Spruch, fleühe die verdämliche Huererei."61 Seit Beginn des 16. Jahrhunderts lässt sich in den Heeren das Amt des "Hurenwebels" nachweisen. Dieser Hurenwebel hatte die Aufgabe für Disziplin und Ordnung im Tross zu sorgen und alle Vergehen der Trosser dem Profosen zu melden. Das Amt des Hurenwebels sei mit der Jahrhundertwende vom 16. zum 17. Jahrhundert immer weiter zurückgedrängt worden. Der Hurenwebel, als Personifizierung sittlicher Toleranz, sei ein Opfer der "neuen Sittlichkeit" des konfessionellen Zeitalters geworden. Die schlichte Tatsache aber, dass die kriegsführenden Obrigkeiten nicht vermochten, mit dem Amt des Hurenwebels auch die Prostituierten aus den Feldlagern zu vertreiben, lasse die engen Grenzen erkennen, die diesem Vorhaben gesetzt worden waren, fügt Peter Burschel an.62 Bei Burschel findet sich auch prägnant die Begründung für das Scheitern jedweder Verdrängungs- und Sittlichkeitsversuche: "ohne "Huren" kein Krieg".63

Lansknechte mit Frau Wie bereits erwähnt, führte der unbekannte Tagebuch-Söldner seine Familie im Tross mit sich. Nur zwischen seinen beiden Ehen (die erste Ehefrau starb aufgrund der Strapazen64), erfüllte er seine sexuelle Lust auf andere Art und Weise. Die Mitnahme der Ehefrauen erklärt Bernhard R. Kroener u.a. mit der wirtschaftlichen Situation: "Nur ein geringer Prozentsatz der Offiziere und kaum ein Unteroffizier oder Soldat war jedoch während des Krieges in der Lage, seinen Angehörigen eine wirtschaftliche Situation zu bieten, die es ihnen ermöglichte, zu Haus zu bleiben."65 Lagerfrauen und Landsknechte zogen als Arbeits- und Beutepaar durch das Land. Sie entwickelten eine Gemeinschaft, die ihre Existenz gegenseitig sicherte und das Überleben in der rauen Kriegswirklichkeit überhaupt erst ermöglichte. Das Söldnertagebuch berichtet davon anschaulich. Besonders klar wird die Bedeutung der Frau für den Kriegsknecht nach einer schweren Verwundung. "Wie ich nun verbunden bin, ist mein Weib in die Stadt gegangen, obwohl sie überall gebrannt hat, und hat wollen ein Kissen holen und Tücher zum Verbinden und worauf ich liegen könnte. So habe ich auch das kranke Kind bei mir liegen gehabt. Ist nun das Geschrei ins Lager gekommen, die Häuser fallen alle übereinander, so dass viele Soldaten und Weiber, welche mausen wollen, darin müssen bleiben. So hat mich das Weib mehr bekümmert, wegen des kranken Kindes, als mein Schaden."66

Nicht nur in diesem Abschnitt wird deutlich, wie eng die Gemeinschaft der beiden Partner ist. An anderer Stelle schildert er eine schwere Erkrankung seiner Ehefrau, so dass weder sie, noch das gemeinsame Kind, in der Lage waren, der Armee zu folgen. Der Söldner kehrt zurück und holt sie. Er musste die Frau wegen ihrer weiterhin schlechten Gesundheit auf dem Pferd führen. "Bin hergezogen wie Joseph in Ägypten reist."67

Neben der geschilderten Beutegemeinschaft und gegenseitiger Krankenpflege, im Falle des Söldners Versorgung einer Kriegswunde, kamen Frauen, die den Tross begleitenden, viele Alltagsaufgaben zu. "Trafen (die kroatischen Truppen; Anm.) die Schweden mit den Weibern, die ihnen kochen mussten, beim Essen an"68, schildert Maurus Friesenegger eine dieser Alltagsaufgaben. Andere Aufgaben waren Näharbeiten aller Art, Versorgung mit Lebensmitteln inklusive des Sammelns von Feuerholz und Abwasch, sowie das Holen von Wasser. Die Frauen trugen ebenso das Gepäck der Gemeinschaft, also auch den Rucksack und die Beute des Söldners.69 Auf bildlichen Darstellungen von marschierenden Söldnern findet sich kein gepäcktragender Kriegsmann.70 Das Söldnertagebuch gibt davon ebenfalls Auskunft: "Hier habe ich auch ein junges Mädchen herausgeführt. Aber ich habe sie lassen wieder hineingehen, denn sie hat mir müssen Weißzeug heraustragen, welches mir oft ist leid gewesen, denn ich hatte diesmal kein Weib."71

Der riesige Tross und die Massenheere galten als schwerfällig und die Bagage habe häufig erfolgsversprechende militärische Aktionen behindert, gelegentlich sogar unmöglich gemacht.72 Andererseits führt Peter Burschel an, dass die Summe der Tätigkeiten, die in modernen Armeen zum Transport- und Logistikwesen gehören, für die frühneuzeitlichen Heere lebensnotwendig gewesen sei. Im 16. und 17. Jahrhundert habe es wohl kaum einen Söldner gegeben, der die "Dienstleistungen" der Menschen im Tross nicht regelmäßig in Anspruch genommen hätte. Mit der Vermassung der Heere wächst die Bedeutung der Versorgung durch den Tross mitsamt allen Wagen, Marketendern, Frauen und Kindern.73

Die Bemühungen der kriegsführenden Obrigkeiten die Versorgung der Truppen durch die Heeresverwaltung zu gewährleisten, scheiterte allein an dem raschen Wachstum der Armeen. Burschel resümiert die Wichtigkeit des Trosses: "Echte Alternativen zum privaten Kleinhandel auf den Musterplätzen, in den Feldlagern und Garnisonen gab es weder im 16. noch im 17. Jahrhundert. (…) Die Heeresverwaltungen, deren Ausbau im Laufe des 16. Jahrhunderts vehement vorangetrieben wurde, arbeiteten in der Regel wenig effizient."74


4. Zusammenfassung

Die Lebenswirklichkeiten der Söldner im 16. und 17. Jahrhundert waren an die Kriegsführung der Frühen Neuzeit optimal angepasst. Dies hatte zur Folge, dass ihr Handeln pragmatisch geprägt wurde. Gleiches kann man auch bei ihrer Frömmigkeit feststellen. Ideologie und politische Zusammenhänge interessierten die wenigsten Kriegsknechte – vielmehr kannten sie den Rahmen der militärischen Unternehmungen, an denen sie beteiligt waren.75

Die Perpetuierung der Kampfhandlungen kann auf viele Gründe zurückgeführt werden. Die militärische Strategie, durch Verwüstungen eine Entscheidung zu bewirken, vergrößerte das Leid der Bevölkerung rapide, ließ aber die Bauern als erbitterte Gegner der Söldnerheere entstehen. Gegenseitige Übergriffe waren eher die Regel als eine Ausnahme, unabhängig auch davon, dass die jungen Männer in den Heeren oft selbst aus unteren Schichten der frühneuzeitlichen Gesellschaft entstammten.76

Tross einer Söldnerarmee

Von den Söldnern, und somit gleichermaßen ihrem gesamten Tross aus Dirnen, Ehefrauen und Lebenspartnerinnen, wurde der Ausschluss aus der Gesellschaftsordnung in Kauf genommen.77 Ihr kriegerisches Umfeld bot einen eigenen sozialen Lebensraum, der keine moralischen Bedenken hegte, wenn das eigene Überleben durch den Tod anderer Menschen gesichert wurde. "Die Söldner dieser Zeit waren zwar kaum Bellizisten, und zu den Kriegsgewinnlern dürften die allerwenigsten gehört haben. Dennoch waren sie an einer Fortführung des Krieges interessiert, denn der Krieg bot ihnen eine Lebensform und ganz allgemein die Möglichkeit, in einem eigenen sozialen Kontext ihr Leben zu führen. Die Söldner des Dreißigjährigen Krieges rissen aus, aber den Weg aus dem Krieg suchten sie nicht."78

Finanzieller Anreiz durch Soldzahlungen und Beuteverkauf nach Plünderungen ließen, genau wie Hoffnung auf sozialen Aufstieg bzw. erhöhte soziale Mobilität im engen Rahmen, immer wieder neue Männer zu Soldaten werden.

Der Stellenwert des Trosses für die Truppenversorgung wurde oben herausgearbeitet. So erklärt das harte Vorgehen der Militärgerichtsbarkeit gegen Plündereien und Raub an Marketendern deren besonderen Status, obwohl sie ökonomisch von den Militäreinheiten unabhängig waren und ihre Waren genauso auf städtischen Marktplätzen anboten.79

Die militärische Relevanz der Trossfrauen bringt Matthias Rogg auf einen Nenner: "Ohne Frauen wären Aufbringung und Logistik der frühneuzeitlichen Heere schlechterdings unmöglich gewesen. (…) Gleichwohl erstreckten sich die vielfältigen Aufgaben der Trosserinnen auf den gesamten Bereich der Logistik, von der Verpflegung, über das Wäschewaschen bis hin zur Verwundetenversorgung – alle diese Tätigkeiten lassen sich auf mannigfache Weise in Bildzeugnissen nachweisen."80 Der Nachweis diverser Tätigkeiten der Frauen im Gefüge der Heere in schriftlichen Quellen sollte mit dieser Arbeit erbracht werden und konnte vor allem im Söldnertagebuch nachgewiesen werden.

Frauen und Männer bildeten eine Gemeinschaft in den Kriegen des 16. und 17. Jahrhunderts, ihre Lebenswirklichkeit und ihr Lebensraum war eng mit der Kriegsführung und den Schlachtfeldern der Frühen Neuzeit verzahnt. Ein Abschnitt aus Schillers Wallenstein schließt die Arbeit: "Es gibt / Noch höhern Wert, mein Sohn, als kriegerischen, / Im Krieg selber ist das Letzte nicht der Krieg. / Die großen, schnellen Taten der Gewalt, / Des Augenblicks erstauneswerte Wunder, / Die sind es nicht, die das Beglückende, / Das ruhig, mächtig Daurende erzeugen. / In Hast und Eile bauet der Soldat / Von Leinwand seine leichte Stadt, da wird / Ein augenblicklich Brausen und Bewegen, / Der Markt belebt sich, Straßen, Flüsse sind / Bedeckt mit Fracht, es rührt sich das Gewerbe. / Doch eines Morgens plötzlich siehet man / Die Zelte fallen, weiter rückt die Horde, / Und ausgestorben, wie ein Kirchhof, bleibt / Der Acker, das zerstampfte Saatfeld liegen, / Und um des Jahres Ernte ists getan."81



5. Literatur- und Quellenverzeichnis

Andersson, Christiane: Von "Metzen" und "Dirnen". Frauenbilder in Kriegsdarstellungen der Frühen Neuzeit. In: Landsknechte, Soldatenfrauen und Nationalkrieger : Militär, Krieg und Geschlechterordnung im historischen Wandel. Hrsg. von Hagemann, Karen und Ralf Pröve. Frankfurt/Main {[u.a.] 1998. Campus-Verl.: S. 171-199.

Arnold, Heinz Ludwig: Hans Jacob Christoffel von Grimmelshausen. München 2008. Ed. Text + Kritik.

Burschel, Peter: Söldner im Nordwestdeutschland des 16. und 17. Jahrhunderts : sozialgeschichtliche Studien. Göttingen 1994. Vandenhoeck & Ruprecht.

Burschel, Peter: Krieg, Staat, Disziplin. Die Entstehung eines neuen Söldnertypus im 17. Jahrhundert. In: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht. 11. 1997. S. 640-652

Friesenegger, Maurus und Willibald Mathäser: Tagebuch aus dem 30jährigen Krieg : nach einer Handschrift im Kloster Andechs. München 2007. Allitera Verl.

Grimmelshausen, Hans Jakob Christoffel von: Der abenteurliche Simplicissimus teutsch. Stuttgart 2005. Reclam.

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Hagemann, Karen und Ralf Pröve: Landsknechte, Soldatenfrauen und Nationalkrieger : Militär, Krieg und Geschlechterordnung im historischen Wandel. Frankfurt/Main {[u.a.] 1998. Campus-Verl.

Kaiser, Michael: "... würdt allso die Armee gewaltig ruinirt ...". Die Lebenswelt der Söldner und das Phänomen der Desertion im Dreißigjährigen Krieg. In: Osnabrücker Mitteilungen. Mitteilungen des Vereins für Geschichte und Landeskunde von Osnabrück (Historischer Verein). 103. 1998. S. 105-124

Kroener, Bernhard R.: Militärgeschichte des Mittelalters und der frühen Neuzeit bis 1648. Vom Lehnskrieger zum Söldner. In: Grundzüge der deutschen Militärgeschichte. Hrsg. von Neugebauer, Karl-Volker. Freiburg 1993. Rombach-Verl.: S. 13-39.

Kroener, Bernhard R.: "... und ist der jammer nit zu beschreiben". Geschlechterbeziehungen und Überlebensstrategien in der Lagergesellschaft des Dreißigjährigen Krieges. In: Landsknechte, Soldatenfrauen und Nationalkrieger : Militär, Krieg und Geschlechterordnung im historischen Wandel. Hrsg. von Hagemann, Karen und Ralf Pröve. Frankfurt/Main {[u.a.] 1998. Campus-Verl.: S. 279-297.

Neugebauer, Karl-Volker: Grundzüge der deutschen Militärgeschichte. Freiburg 1993. Rombach-Verl.

Peters, Jan: Ein Söldnerleben im Dreißigjährigen Krieg : eine Quelle zur Sozialgeschichte. Berlin 1993. Akad.-Verl.

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Rogg, Matthias: Landsknechte. Anmerkungen zur Lebenswirklichkeit von Söldnern im 16. Jahrhundert. In: Militärgeschichte. Zeitschrift für historische Bildung. 2. 2003. S. 8-11

Schiller, Friedrich von, F. Bruckner, u.a. : Wallensteins Lager; Die Piccolomini. Hamburg. Hamburger Lesehefte Verlag.

Schiller, Friedrich von, F. Bruckner, u.a. : Wallensteins Tod. Hamburg. Hamburger Lesehefte Verlag.

Schmid, Josef Johannes: Quellen zur Geschichte des Dreißigjährigen Krieges : zwischen Prager Frieden und Westfälischem Frieden. Darmstadt 2009. Wiss. Buchges.

Schnitter, Helmut: Söldnerheer und Landesdefension. Militärische Alternativentwicklungen im 16. und 17. Jahrhundert in Territorien des deutschen Feudalreiches. In: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft. 8. 1987. S. 708-716

Teske, Gunnar: Bürger, Bauern, Söldner und Gesandte : der Dreißigjährige Krieg und der Westfälische Frieden in Westfalen. Münster 1997. Ardey-Verl.

Widmarckter, Caspar von und Holger Thomas Gräf: Söldnerleben am Vorabend des Dreißigjährigen Krieges : Lebenslauf und Kriegstagebuch 1617 des hessischen Obristen Caspar von Widmarckter. Marburg an der Lahn 2000. Trautvetter & Fischer.


6. Anmerkungen

1 Schiller, Friedrich von, F. Bruckner, u.a. : Wallensteins Tod. Hamburg. Hamburger Lesehefte Verlag. S. 12 (Z. 306-312)
2 Vgl. "Tilly stellte einmal mit deutlichem Bedauern fest, dass die ihm untergebenen Söldner nicht um der Sache willen kämpften, sondern allein des Geldes wegen." aus: Kaiser, Michael: "... würdt allso die Armee gewaltig ruinirt ...". Die Lebenswelt der Söldner und das Phänomen der Desertion im Dreißigjährigen Krieg. In: Osnabrücker Mitteilungen. Mitteilungen des Vereins für Geschichte und Landeskunde von Osnabrück (Historischer Verein). 103. 1998. S. 118
3 Vgl. Pleticha, Heinrich und Walter Scherf: Landsknecht, Bundschuh, Söldner : die grosse Zeit der Landsknechte, die Wirren der Bauernaufstände und des Dreißigjährigen Kriegs. Würzburg 1974. Arena. S. 130; Schmid, Josef Johannes: Quellen zur Geschichte des Dreißigjährigen Krieges : zwischen Prager Frieden und Westfälischem Frieden. Darmstadt 2009. Wiss. Buchges. S. XI
4 Vgl. Pleticha, Landsknecht (wie Anm. 3), S. 7f.
5 Vgl. Schnitter, Helmut: Söldnerheer und Landesdefension. Militärische Alternativentwicklungen im 16. und 17. Jahrhundert in Territorien des deutschen Feudalreiches. In: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft. 8. 1987. S. 714f.
6 Vgl. Hagemann, Karen: Reflexionen zu einer Geschlechtergeschichte von Militär und Krieg. In: Landsknechte, Soldatenfrauen und Nationalkrieger : Militär, Krieg und Geschlechterordnung im historischen Wandel. Hrsg. von Hagemann, Karen. Frankfurt/Main {[u.a.] 1998. Campus-Verl.: S. 20.
7 Vgl. Ebd. S. 20
8 Vgl. Burschel, Peter: Söldner im Nordwestdeutschland des 16. und 17. Jahrhunderts : sozialgeschichtliche Studien. Göttingen 1994. Vandenhoeck & Ruprecht. S. 226ff.
9 Vgl. Hagemann, Karen und Ralf Pröve: Landsknechte, Soldatenfrauen und Nationalkrieger : Militär, Krieg und Geschlechterordnung im historischen Wandel. Frankfurt/Main {[u.a.] 1998. Campus-Verl. S. 9f.; sowie der Umstand, dass die wegweisende Dissertation von Burschel, Söldner (wie Anm. 8) bereits 1994 veröffentlicht wurde
10 Widmarckter, Caspar von und Holger Thomas Gräf: Söldnerleben am Vorabend des Dreißigjährigen Krieges : Lebenslauf und Kriegstagebuch 1617 des hessischen Obristen Caspar von Widmarckter. Marburg an der Lahn 2000. Trautvetter & Fischer. S. 69
11 Vgl. Burschel, Söldner (wie. Anm. 8), S. 23f.
12 Ebd. S. 24
13 Vgl. Pleticha, Landsknecht (wie Anm. 3), S. 10ff.
14 Vgl. Rogg, Matthias: Landsknechte. Anmerkungen zur Lebenswirklichkeit von Söldnern im 16. Jahrhundert. In: Militärgeschichte. Zeitschrift für historische Bildung. 2. 2003. S. 9
15 Pleticha, Landsknecht (wie Anm. 3), S. 100
16 Ebd. S. 135
17 Vgl. Burschel, Peter: Krieg, Staat, Disziplin. Die Entstehung eines neuen Söldnertypus im 17. Jahrhundert. In: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht. 11. 1997. S. 649f.
18 Ebd. S. 650
19 Ebd. S. 649
20 Vgl. Schnitter, Söldnerheer (wie Anm. 5), S. 711
21 Kroener, Bernhard R.: Militärgeschichte des Mittelalters und der frühen Neuzeit bis 1648. Vom Lehnskrieger zum Söldner. In: Grundzüge der deutschen Militärgeschichte. Hrsg. von Neugebauer, Karl-Volker. Freiburg 1993. Rombach-Verl.: S. 32.
22 Vgl. ebd. S. 25
23 Rogg, Matthias: "Wol auff mit mir, du schoenes weyb". Anmerkungen zur Konstruktion von Männlichkeit im Soldatenbild des 16. Jahrhunderts. In: Landsknechte, Soldatenfrauen und Nationalkrieger : Militär, Krieg und Geschlechterordnung im historischen Wandel. Hrsg. von Hagemann, Karen und Ralf Pröve. Frankfurt/Main {[u.a.] 1998. Campus-Verl.: S. 51.
24 Vgl. Rogg, Landsknechte (wie Anm. 14), S. 9
25 Zitiert nach Pleticha, Landsknecht (wie Anm. 3), S. 21
26 Rogg, Landsknechte (wie Anm. 14), S. 10
27 Vgl. Burschel, Krieg, Staat, Disziplin (wie Anm. 17), S. 646ff.
28 Ebd. S. 647
29 Widmarckter und Gräf, Söldnerleben (wie Anm. 10), S. 111
30 Vgl. Pleticha, Landsknecht (wie Anm. 3), S. 113
31 Kaiser, Lebenswelt (wie. Anm. 2), S. 111
32 Vgl. ebd. S. 120
33 Kroener, Militärgeschichte (wie Anm. 21), S. 23
34 Vgl. Hagemann, Geschlechtergeschichte (wie Anm. 6), S. 18
35 Burschel, Söldner (wie Anm. 8), S. 241
36 Vgl. Kroener, Bernhard R.: "... und ist der jammer nit zu beschreiben". Geschlechterbeziehungen und Überlebensstrategien in der Lagergesellschaft des Dreißigjährigen Krieges. In: Landsknechte, Soldatenfrauen und Nationalkrieger : Militär, Krieg und Geschlechterordnung im historischen Wandel. Hrsg. von Hagemann, Karen und Ralf Pröve. Frankfurt/Main {[u.a.] 1998. Campus-Verl.: S. 283ff.
37 Peters, Jan: Ein Söldnerleben im Dreißigjährigen Krieg : eine Quelle zur Sozialgeschichte. Berlin 1993. Akad.-Verl. S. 156 (Textteil)
38 Ebd. S. 155 (Textteil)
39 Ebd. S. 236 (Kommentar)
40 Vgl. Ebd. S. 151f. (Textteil), u.a.: "Diesmal ist eine solche Hungernot bei der Armee gewesen, dass kein Pferd im Stall ist vor den Knechten sicher gewesen. Haben dem Pferd das Messer in die Brust gestochen und sind davon gegangen. So hat das Pferd müssen zu Tode bluten."
41 Schmid, Quellen (wie Anm. 3), S. 126
42 Peters, Söldnerleben (wie Anm. 37), S. 136 (Textteil)
43 Vgl. Teske, Gunnar: Bürger, Bauern, Söldner und Gesandte : der Dreißigjährige Krieg und der Westfälische Frieden in Westfalen. Münster 1997. Ardey-Verl. S. 138f.
44 Vgl. Pleticha, Landsknecht (wie Anm. 3), S. 106
45 Schiller, Friedrich von, F. Bruckner, u.a. : Wallensteins Lager; Die Piccolomini. Hamburg. Hamburger Lesehefte Verlag. S. 40 (Z. 136f.)
46 Vgl. Vorwort zur 2007-Ausgabe Friesenegger, Maurus und Willibald Mathäser: Tagebuch aus dem 30jährigen Krieg : nach einer Handschrift im Kloster Andechs. München 2007. Allitera Verl. S. 7
47 Teske; Bürger, Bauern, Söldner und Gesandte (wie Anm. 43), S. 132
48 Vgl. Peters, Söldnerleben (wie Anm. 37), S. 238 (Kommentar)
49 Kroener, Lagergesellschaft (wie Anm. 36), S. 284
50 Peters, Söldnerleben (wie Anm. 37), S. 166 (Textteil)
51 Ebd. S. 137 (Textteil)
52 Widmarckter und Gräf, Söldnerleben (wie Anm. 10), S. 106
53 Ebd. S. 120: "Darauf ich mitt dem Regiment wieder abgestoßen und bey S. George, einem kleinen Dörflein, campiret, da ich wegen einer Unordnung und Blunerey gezwungen worden, einen Gefreitten von Boisrots Compagnie hängen zu laßen."
54 Vgl. Arnold, Heinz Ludwig: Hans Jacob Christoffel von Grimmelshausen. München 2008. Ed. Text + Kritik. S. 116ff.
55 Grimmelshausen, Hans Jakob Christoffel von: Der abenteurliche Simplicissimus teutsch. Stuttgart 2005. Reclam. S. 26f.
56 Friesenegger, Tagebuch (wie Anm. 46), S. 18f.
57 Ebd. S. 97
58 Peters, Söldnerleben (wie Anm. 37), S. 174 (Textteil)
59 Ebd. S. 145 (Textteil)
60 Ebd. S. 226 (Kommentar)
61 Schmid, Quellen (wie Anm. 3), S. 149
62 Vgl. Burschel, Söldner (wie Anm. 8), S. 257f.
63 Ebd. S. 249
64 Vgl. Peters, Söldnerleben (wie Anm. 37), S. 142 (Textteil)
65 Kroener, Lagergesellschaft (wie Anm. 36), S. 283
66 Peters, Söldnerleben (wie Anm. 37), S. 138f. (Textteil)
67 Ebd. S. 170
68 Friesenegger, Tagebuch (wie Anm. 46), S. 27
69 Vgl. Andersson, Christiane: Von "Metzen" und "Dirnen". Frauenbilder in Kriegsdarstellungen der Frühen Neuzeit. In: Landsknechte, Soldatenfrauen und Nationalkrieger : Militär, Krieg und Geschlechterordnung im historischen Wandel. Hrsg. von Hagemann, Karen und Ralf Pröve. Frankfurt/Main {[u.a.] 1998. Campus-Verl.: S. 176ff.
70 Vgl. Rogg, Soldatenbild (wie Anm. 23), S. 62
71 Peters, Söldnerleben (wie Anm. 37), S. 147 (Textteil)
72 Vgl. Burschel, Söldner (wie Anm. 8), S. 227
73 Vgl. ebd. S. 228 und 230
74 Ebd. S. 232
75 Vgl. Peters, Söldnerleben (wie Anm. 37), S. 233 und 235 (Kommentar)
76 Ebd. S. 237 (Kommentar)
77 Vgl. Kaiser, Lebenswelt (wie. Anm. 2), S. 107f.
78 Ebd. S. 124
79 Vgl. Burschel, Söldner (wie Anm. 8), S. 320
80 Rogg, Soldatenbild (wie Anm. 23), S. 56ff.
81 Schiller, Wallenstein (wie Anm. 45), S. 49 (Z. 484-499)


© Thomas Hilwig  


Thomas Hilwig (Bachelor of Arts Geschichte/Politikwissenschaften). Vorliegender Artikel wurde an der Universität Kassel als Seminararbeit im Masterstudiengang Geschichte vorgelegt.

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