Ivan der Schreckliche

und die Terrortruppe der Opricniki.

Ivan der Schreckliche Mit der Eroberung der Chanate von Kazan (1552) und Astrachan (1556) schien es dem jungen Zaren Ivan IV. endgültig gelungen zu sein Russland vom "Joch der Tartaren" zu befreien, und viele hofften, dass er sich nach diesen bejubelten Siegen nun auch noch gegen das Chanat der Krim wenden würde. Doch Ivan suchte sich statt dessen ein schwächeres Ziel, das zudem freien Zugang zur Ostsee versprach: den Ordensritterstaat in Livland. Der Erfolg schien ihm Recht zu geben. Bereits 1558 wurden Narwa und Dorpat genommen und zwei Jahre später das Ordensheer bei Ermes vernichtend geschlagen. Allerdings war es nicht gelungen Reval und Riga die beiden wichtigsten Hafenstädte zu erobern, außerdem war die Bevölkerung durch die grausame Kriegsführung der Russen zum äußersten Widerstand entschlossen, und so zerbrach zwar der Ordensstaat aber die einzelnen Teile suchten sich neue Schirmherren. Riga mit Livland unterstellte sich Polen-Litauen, Reval mit Estland Schweden, und die Insel Ösel holte sich Magnus den Bruder des dänischen Königs als Herzog ins Land.

Damit war die Zahl der Feinde um ein Vielfaches gewachsen. Russland musste nun wieder mit Litauen an der seit langem umstrittenen weißrussischen Grenze kämpfen, und die Polen animierten die Krimtataren zu neuen Einfällen. Doch gerade weil der Krieg so an Raum und Teilnehmern zugenommen hatte, zerfiel er zunehmend in kleinere Aktionen. Raubzüge und Überfälle bestimmten zunehmend das Geschehen. Durch die verwickelten Besitzverhältnisse in Livland und Weißrussland spielten Verrat und Bestechung eine immer wichtigere Rolle. Ivan versuchte Habsburg gegen Polen und England gegen Schweden auszuspielen. Diese wiederum warben um Unterstützung für ihren "Kreuzzug" gegen die Barbarei aus dem Osten. Auf beiden Seiten gingen Söldner gegen gute Bezahlung zum Gegner über oder übergaben ihm wichtige Festungen. Es waren aber nicht nur die Kleinen, der hohe Adel suchte wahrscheinlich noch viel skrupelloser seinen Vorteil. So wechselte der russische Oberfeldherr Fürst Kurbskij nach einer schweren Niederlage zu den Litauern und führte von ihrer Seite aus einen Propagandafeldzug gegen die "Tyrannei" Ivans, der dieser Propaganda wahrscheinlich seinen westlichen Beinamen der "Schreckliche" verdankt. Einige Jahre später ging dann der ehrgeizige Herzog Magnus zu den Russen über, nahm sein Land von Ivan zum Lehen und durfte sich dafür nun "König" nennen.

Besonders wichtig war auch die Versorgung mit westlichen Spezialisten, die Ivan für die Modernisierung seines Landes dringend benötigte. In der Armee dienten zahlreiche Landsknechte als Ausbilder und in kompletten Einheiten, in der Artillerie hatten fremde Geschützgießer und Kanoniere eine Schlüsselrolle und auch der Bergbau war auf Ausländer angewiesen. Früher hatten vor allem die Deutsche und Italiener die begehrten Fachleute und natürlich auch Waffen geliefert. Doch seit dem Krieg gegen Polen und die Tartaren waren die Zufahrtswege versperrt. Auch im Reich wurde die Werbung von Söldnern für Russland verboten. Es gab aber wie immer Möglichkeiten solche Hindernisse zu umgehen. Und so klingt es ziemlich modern, wenn man liest, dass ein gewisser Johann Schlitte aus Golsar beschuldigt wurde, dem Zar statt der erlaubten Doktoren 800 Landsknechte zugeführt zu haben. Es war ein schwieriges Geschäft. Mit falschen Pässen schleuste man zum Beispiel Kanoniere als Handwerker nach Livland und von dort heimlich über die Grenze. Etwas unkomplizierter war der Weg auf holländischen oder englischen Schiffen über das Eismeer. Da dieser Menschenschmuggel aber bei weitem nicht ausreichte, suchte man unter den Kriegsgefangenen nach fähigen Leuten und warb gezielt Überläufer von der Gegenseite, die mit fürstlichen Geschenken rechnen konnten, wenn sie die notwendigen Talente mitbrachten.

Einer dieser Überläufer, die völlig unbelastet von moralischen Skrupeln, nur ihr eigenes Fortkommen im Auge hatten, war Heinrich von Staden. Er war der Sohn eines angesehenen Bürgers im westfälischen Ahlen bei Münster. Wie sein Bruder sollte Staden studieren und Pastor werden. Bei einem Streit stach er jedoch einen seiner Kommilitonen durch den Arm und hielt es für besser, sich abzusetzen. In Ahlen als Hansestadt gab es natürlich Beziehungen ins Baltikum, und so nahm ihn ein aus Riga stammender Vetter mit nach Livland. Die Familie war offensichtlich froh, den Tunichtgut los zu sein, und Staden kam ungefähr fünfzehnjährig 1560 über Lübeck in den vom Krieg zerrissenen Ordensstaat. In Riga trat er in den Dienst eines Ratsherren. Da jedoch dort alle Bürger hart an der Verstärkung der Wälle arbeiten mussten, versuchte er sein Glück kurz darauf auf verschiedenen Landgütern. Auch dort musste er hart arbeiten und erhielt dabei reichlich Schläge mit der Rute. Bald verhalfen ihm jedoch seine Lateinkenntnissen zu einer Stellung als Verwalter auf einem großen livländischen Gut.

russische Stadt Nachdem er aber seinen einträglichen Posten bald wieder verloren hatte, beteiligte er sich auf polnischer Seite am Kleinkrieg gegen die Russen. Doch das einfache Söldnerleben war nichts für ihn. Als er sich bei der Beuteverteilung benachteiligt fühlte, entschloss er sich zu den Russen überzulaufen. Diese galten zwar als grausame, halb heidnische Barbaren, aber andererseits hatte Staden auch von den reichen Geschenken und Pfründen gehört, die der Zar an Überläufer vergab. Ihm war zwar bekannt, dass jeder Überläufer, der gefasst wurde, erbarmungslos mit dem Tode bestraft wurde, doch die livländische Sache hielt er längst vor verloren. So schlich er sich lediglich mit einer "Schreibfeder auf der Hutschnur", etwas Papier und einem Tintenfaß über die Grenze, damit "wan ich gegriffen würde, mich könnte ausreden". Auf russischer Seite hatte bereits ein Bekannter von ihm alles vorbereitet und Staden kam über Dorpat nach Moskau an den Hof des Zaren.

Im Dienst des Zaren traf Staden auf eine ganze Reihe von gut situierten Renegaten. Die Deutsch-Livländer Johann Taube und Eilert Kruse waren als Gefangene an den Hof Ivans gekommen, erfreuten sich dann aber seiner Gunst. Der Pommer Albert Schlichting war ebenfalls als Gefangener nach Moskau gekommen und dann zum Dolmetscher von Ivans Leibarzt aufgestiegen. Wie diese erhielt nun auch Staden reiche Geschenke und einige Landgüter. Zwar rühmt er sich mehrfach, dem Zaren große Dienste geleistet zu haben, ohne jedoch genau darauf einzugehen. 1567 war er jedenfalls bei den Verhandlungen zwischen dem Zaren und dem gefangenen Ordensmeister Wilhelm von Fürstenberg anwesend, um zu kontrollieren, ob der offizielle Dolmetscher alles richtig übersetzte. Das heißt, er muss zu dieser Zeit nicht nur recht gut Russisch gesprochen, sondern auch eine Vertrauensstellung am Hof gehabt haben.

Neben seiner Arbeit als Dolmetscher versuchte er über Verwandte und Bekannte im Reich für den Zaren Fachleute anzuwerben. Wahrscheinlich hat er auch wie Taube und Kruse im Intrigenspiel um Livland mitgemischt und versucht einzelne Städte und Söldnertruppen zum Überlaufen zu bewegen. Als Großgrundbesitzer nahm er aber auch mit seinem Gefolge an den Kriegen gegen die Tataren teil. Mit der Zeit machte er Karriere. Stolz schrieb er später: "Der Großfürst kannte mich und ich ihn." Anscheinend nütze er seine Position, um noch mehr Besitz anzuhäufen. Denn als ihn ein Bojar durch eine reiche Mitgift zum Schwiegersohn gewinnen wollte, lehnte er lapidar mit dem Kommentar "Geldes und Gutes" habe er genug ab. Für seine hohe Stellung spricht aber vor allem, dass er ausgezeichnet über die Vorgänge bei Hof unterrichtet war, und seine Aufzeichnungen deshalb heute als eine der wichtigsten historischen Quellen für die Ereignisse dort gelten. Als Höhepunkt seiner Laufbahn wurde er sogar Mitglied bei den gefürchteten Opricniki.

Wie fast alle europäischen Herrscher der Frühen Neuzeit stieß auch Ivan der Schreckliche bei dem Versuch, einen modernen zentralistischen Staat aufzubauen, auf den Widerstand des Hochadels, der Bojaren. Speziell in seiner Situation kam erschwerend hinzu, dass er beim Tode seines Vaters erst drei Jahre alt gewesen war. Seine ganze Kindheit und Jugend war geprägt von Intrigen, Palastverschwörungen und politischen Morden. Wahrscheinlich verdankte er sein Überleben nur der Tatsache, dass sich die verschiedenen Cliquen beim Kampf um die Macht nicht einigen konnten, und sich statt dessen in der so genannten "Bojaren-Anarchie" gegenseitig zerfleischten. Ein tief verwurzelter Hass auf die Bojaren wurde deshalb zum bestimmenden Element seiner Innenpolitik. Um ihre Macht einzuschränken begann er früh mit der Aufstellung einzelner Regimenter aus fest besoldeten Berufssoldaten. Diese "Strelitzen" (Schützen) sollten ihn von der Heeresfolge der Bojaren unabhängig machen. Daneben stützte er sich bevorzugt auf den niederen Dienstadel, den er durch die Verleihung von Ämtern und Privilegien auf Kosten der Bojaren förderte.

Opricniki Alle Befürchtungen Ivans wurden durch den Seitenwechsel des Fürsten Kurbskij zu Litauen noch übertroffen. Fortan witterte er überall Verschwörungen und suchte nach einem geeigneten Werkzeug, um gegen den unzuverlässigen Hochadel vorzugehen. Zuerst zog er große Teile des Landes ein und stellte es unter seine persönliche Kontrolle. Mit diesem Land belehnte er dann besonders getreue Gefolgsleute, die Opricniki. Bei diesen Opricniki handelte es sich allerdings nicht nur um eine Art neuer Beamter oder eine persönlicher Leibgarde. Sie waren viel mehr ein Orden aus persönlich ergebenen Gefolgsleuten, die ohne Rücksicht auf Recht und Gesetz allein im Namen des Zaren Terror verbreiten konnten. Sie leisteten dem Zaren einen besonderen Treueid und trugen als Uniform schwarze Hüte und Mönchskutten. Weitere Insignien ihrer Macht waren ein Hundekopf und ein Besen. Damit sollten sie symbolisch die Feinde des Zaren zerfleischen und aus dem Reich fegen. Die meisten stammten aus dem Dienstadel, es gab aber auch Aufsteiger aus den untersten Schichten. Dazu kamen einige fremde Abenteurer, die natürlich ganz besonders von Ivans Gunst abhängig waren.

Manchmal versammelte Ivan seine Opricniki zu gottesdienstähnlichen Treffen, die dann in wüste Gelage und Orgien ausarteten, oder sie besuchten gemeinsam den Peinhof und ergötzten sich dort an den Folterungen. Die Opricniki waren eine Terrortruppe, die Furcht und Schrecken in der Bevölkerung verbreiten sollte. Was ihnen auch bestens gelang. Da sie außer dem Zaren niemanden respektieren mussten, überfielen sie Bauern und Adlige, mordeten und raubten ohne Unterschied. Der Terror, mit dem die Mongolen so lange geherrscht hatten, feierte unter ihnen neue Triumphe. Moskau erstarrte in Furcht vor diesen sadistischen Verbrechern. Kleine Gruppen von Opricniki streiften in ihren schwarzen Kutten und schwer bewaffnet durch die Stadt und beraubten oder erschlugen jeden, den sie wollten. Überall, wo Ivan Verschwörungen ahnte, schlugen sie überraschend zu. Es versteht sich dabei von selbst, dass sich diese Geheimpolizeiaktionen meistens als äußerst lukrativ erwiesen.

In diese Bande aus Folterknechten, Mördern und Räubern wurden neben Staden nur noch drei Ausländer aufgenommen: Taube, Kruse und Kaspar Elverfeld ein Doktor der Rechte aus Westfalen. Als Opricniki erhielt Staden neue Ländereien und nahm an einträglichen Raubzügen teil. Ungeschminkt und ohne zu beschönigen, ja geradezu prahlerisch, berichtet er von seinen Taten. Einmal als seine Knechte gerade dabei waren eine Kirche zu plündern, bemerkte er, dass einige Opricniki auf dem nahe gelegenen Hof eines Bojaren in Schwierigkeiten gekommen waren. Er kam ihnen zu Hilfe und drang mit einem Beil in der Hand in das Haus ein. Die Frau des Bojaren wollte sich ihm zu Füßen werfen, erschrak aber vor seinem Anblick und flüchtete. In seiner Wut hieb Staden sie erbarmungslos nieder und machte seinen Genossen den Weg frei. Stolz verweist er auf die reiche Beute. Obwohl er zu diesem Raubzug nur mit zwei Knechten aufgebrochen war, kehrte er mit 49 Pferden und 22 beutebeladenen Schlitten zurück.

Opricniki
Opricniki plündern das Haus eines Bojaren

Es blieb aber nicht bei Überfällen auf einzelne Familien oder Gehöfte. 1570 erregte Nowgorod Ivans Verdacht. Mit seinen Opricniki fiel er in der Stadt ein und hielt ein furchtbares Strafgericht. Mehrere Wochen dauerten die Folterungen und Massenhinrichtungen, bei denen 60.000 Menschen umgekommen sein sollen. Tausende unter das Eis des Wolchov gestoßen, Kirchen und Klöster geplündert und zerstört, Mönche zu Tode geprügelt, die Vorräte vernichtet und das Vieh geschlachtet. "In dieser stat und clöstern muste nichts überbleiben. Und alles, was das krigsvolk nicht konte mit sich führen, dasselb muste ins wasser geworfen werden oder vorbrante", schreibt Staden, der dabei auch seinen Schnitt machte.

Als die Tataren 1571 Moskau bis auf die Grundmauern nieder brannten, irrte Staden mit seinem Gefolge durch die Flammenhölle. In einem gemauerten Gewölbe, das durch eine eiserne Tür Schutz versprach, drängten sich Flüchtlinge mit Frauen und Kindern. Ohne zu zögern, jagte Staden mit der Waffe die Hälfte von ihnen nach draußen und schuf Platz für sich und sein Gefolge. Einen deutschen Bergmann dagegen, den er für den Zaren angeworben hatte und der zu löschen versuchte, riss er zu sich herein. Für ihn hatte er immerhin eine Menge Geld ausgegeben.

In ruhigeren Zeiten verdiente Staden, wie viele Ausländer eine Menge Geld durch das Schankprivileg. Mit einen Teil seiner Gewinne erkaufte er sich die Gunst mächtiger Männer am Hof. Denn es herrschte oft kein besonders freundschaftliches Verhältnis unter den deutschen Renegaten. Sie intrigierten gegeneinander und versuchten, sich um Geld und Pfründen zu bringen. Staden berichtet, dass ihm ein anderer Deutscher im Alkoholgeschäft eine Menge Kunden abwarb, wodurch ihm großer Schaden entstand. Elverfeld, der schon vor ihm den Opricniki angehörte, benützte seine Macht, um ihn zu erpressen. Nachdem Staden jedoch selbst Opricniki geworden war und über gute Beziehungen verfügte, stach er Elverfeld bei einer guten Gelegenheit nieder und sorgte dafür, dass dieser im Gefängnis umkam. Er beherrschte dieses Intrigenspiel bestens. Über den Umgang mit dem launischen Zaren schreibt er geradezu weise: "Welcher nahe bei dem Großfürsten war, der verbrannte sich, und der fern von ihm war, der erfror."

russischer Reiter Allerdings ging auch die Zeit der Opricniki zu Ende. Der große Tartareneinfall hatte deutlich gezeigt, dass sie militärisch nicht einsetzbar waren. Und auch durch ihre Terroraktionen im Inneren hatten sie den Staat schwere ökonomische Schäden zugefügt. Ganz davon abgesehen, dass das Klima des Schreckens, das sie verbreiteten, letzten Endes wahrscheinlich mehr Überläufer und Verräter produzierte als verhinderte. Als Ivan dann die Terrortruppe 1572 auflöste, musste Staden viele seiner Güter an die alten Besitzer zurückgeben und dachte wahrscheinlich jetzt langsam daran sich abzusetzen. Seine Situation hatte sich außerdem dadurch verschlechtert, dass Taube und Kruse einen Feldzug in Livland dazu benutzt hatten, zu den Polen überzulaufen. Schlichting hatte vorher schon die Fronten gewechselt. Im Dienst des polnischen Königs verfassten die Überläufer nun Propagandaschriften über die Gräuel und das Terrorregime Ivans des Schrecklichen. Dadurch war die Stellung der Ausländer schwer erschüttert, und Staden musste so langsam die Rache alter Feinde fürchten.

Doch seit der Flucht von Taube und Kruse wurden die Grenzen bewacht und jeder Ausländer, der bei einem Fluchtversuch gefangen genommen wurde, zum Tod verurteilt. Plötzlich musste Staden feststellen: "Es geschieht selten, daß sich ein auslender unterstehet, aus dem lande zu laufen; denn der wegk ins land ist weit und breit, aus dem land ist der weg ganz enge." Da die Westgrenze scharf überwacht wurde, verlegte Staden seine Geschäfte zielsicher nach Norden, an die Eismeerküste. Dort gelang es ihm dann auf einem holländischen Schiff zu entkommen. Seinen immer noch ausgedehnten Besitz musste er jedoch zurücklassen. Der Boden unter seinen Füßen muss wirklich sehr heiß geworden sein.

Im Reich bot er seine Dienste König Karl IX. von Schweden und dem polnischen König Stephan Báthory, die beide im Krieg mit Russland standen, seine Dienste als Fachmann an. Außerdem  versuchte er sich im Russlandhandel und verfasste eine eher phantastische Denkschrift für den Kaiser über die Eroberung des Moskauer Staates. Er veranschlagte dafür 100.000 Mann und hob hervor, dass dies zudem eine gute Möglichkeit sei, das Reich von "gartenden" Landsknechten zu befreien. Aber niemand wollte sich für seine Projekte erwärmen. Irgendwie war er dieses Mal zu spät gekommen. Während Taube und Kruse in Polen wieder große Güter besaßen, hatte er all seinen Reichtum verloren. Als diplomatischer Intrigant stand er schließlich im Dient des Pfalzgrafen Georg Hans von Veldenz-Lützelstein und führte dort, verbittert über die Ungerechtigkeit des Schicksals, ein recht bescheidenes Leben.

© Frank Westenfelder  
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